Manchmal taucht beim Schreiben ein Bild in meinem Kopf auf, lange bevor ich weiĂ, worum es in der Geschichte gehen wird. Ein Raum mit Wasser an der Decke. Ein verlassener Jahrmarkt im Schnee. Eine Frau, die ihren Schatten in den HĂ€nden trĂ€gt.
FrĂŒher habe ich versucht, solche Bilder zu skizzieren. Heute nutze ich digitale Werkzeuge â auch KI â nicht, um âIllustrationenâ zu schaffen, sondern um eine Stimmung festzuhalten.
Ein gutes literarisches Bild funktioniert wie ein gutes Symbol: Es erklÀrt nicht, es verstÀrkt. Licht kann zu Erinnerung werden, Nebel zu Angst, eine Farbe zu Verlust.
Das Visualisieren verÀndert auch mein Schreiben. Wenn ich ein Bild habe, das die AtmosphÀre eines Textes trÀgt, kann ich mich beim Schreiben daran orientieren. Es ist wie ein Kompass in einer Landschaft, die sich stÀndig verÀndert.
