Jonas wusste, wie die Welt zusammenbrechen würde. Er hatte es berechnet. Doch als seine Warnungen unbequem wurden, half er dabei, sie abzuschwächen.
Nun liegt die Zivilisation in Trümmern. Stromnetze sind verstummt, Städte zerfallen und aus den Resten der alten Ordnung entstehen neue, unerbittliche Regeln.
Mit einer abgenutzten Karte und dem Notizbuch seiner Tochter zieht Jonas nach Norden. Dort soll Elysium liegen: ein letzter sicherer Ort mit Licht, Nahrung und funktionierenden Maschinen.
Unterwegs schließen sich ihm Mara an, eine Ärztin, die keine Menschen mehr zurücklassen will, und Nox, ein vierzehnjähriger Junge, der gelernt hat, schneller zu handeln als zu vertrauen.
Doch je näher sie ihrem Ziel kommen, desto deutlicher wird: Ein funktionierendes System ist noch lange kein lebenswerter Ort.
Eine bildgewaltige literarische Dystopie über Schuld, Überleben und die Frage, was Menschlichkeit wert ist, wenn jedes Leben neu berechnet wird.
Nord ist Richtung, nicht Versprechen.
