Der Stil von Alexander Strasser: Rau, poetisch und voller Bilder

Es gibt Romane, die man wegen der Handlung liest. Und es gibt Romane, die man schon nach wenigen Seiten wegen ihrer Sprache nicht mehr aus der Hand legt. Moguéran gehört ganz klar zur zweiten Kategorie.

Alexander Strasser schreibt bildhaft, aber nie überladen. Seine Sätze tragen Salz, Rauch, Wind und Müdigkeit in sich. Sie haben oft etwas sehr Körperliches. Man merkt sofort: Hier wird Atmosphäre nicht behauptet, sondern gebaut. Wort für Wort. Szene für Szene.

Was besonders auffällt, ist der Kontrast zwischen rauer Sinnlichkeit und innerer Zartheit. Da sind harte Kanten, kaltes Licht, nasser Sand, bittere Getränke, klamme Zimmer. Und gleichzeitig gibt es immer wieder Sätze, in denen sich etwas Weiches öffnet – eine Erinnerung, ein Blick, eine fast zärtliche Erkenntnis. Genau dieser Wechsel gibt dem Roman seine emotionale Spannung.

Auch rhythmisch funktioniert das sehr gut. Die Sprache nimmt sich Zeit. Sie drängt nicht. Sie beobachtet. Sie lässt Bilder stehen. Das passt perfekt zu einem Buch, das nicht auf Action setzt, sondern auf Wahrnehmung, Schwingung und innere Bewegung.

Wer literarische Sprache liebt, die nicht geschniegelt, sondern lebendig ist, wird an Moguéran Freude haben.

Für Leserinnen und Leser, die Stil genauso wichtig finden wie Handlung, ist Moguéran eine echte Entdeckung.

 

https://alex-strasser.de/mogueran-eine-reise-voller-geheimnisse-und-sehnsucht/

 

https://www.amazon.de/dp/B0DT128KDR