Warum Moguéran kein klassischer Liebesroman ist

Wer bei Moguéran einen linearen Liebesroman erwartet, wird überrascht sein. Natürlich spielen Beziehungen eine zentrale Rolle. Natürlich gibt es Sehnsucht, Nähe, erotische Spannung, Rückzug, Verletzung. Aber das Buch denkt weiter.

Im Kern erzählt Moguéran von einem Menschen, der emotional in Bewegung geraten muss, bevor er überhaupt lieben kann, ohne sich zu verlieren. Marie und Claire sind deshalb nicht nur Liebesinteressen. Sie sind Prüfsteine. Spiegel. Zumutungen. Möglichkeiten. Sie zwingen den Erzähler dazu, seine Haltung zum Leben zu hinterfragen.

Das macht den Roman viel spannender als viele klassische Beziehungsgeschichten. Es geht nicht nur um das berühmte „Wer mit wem?“, sondern um die viel interessantere Frage:
Wer bin ich, wenn ich jemandem wirklich nahekomme?

Hinzu kommt die poetische, melancholische Sprache, die alles durchzieht. Statt Tempo um jeden Preis gibt es hier Stimmung, Tiefe und Zwischentöne. Das ist Literatur zum Eintauchen, nicht zum schnellen Weglesen.

Deshalb würde ich Moguéran eher als atmosphärischen Roman über Liebe, Sehnsucht und Selbstbegegnung bezeichnen. Und genau das macht ihn so reizvoll.

Wenn du Geschichten magst, die emotional sind, ohne kitschig zu werden, ist Moguéran definitiv einen Blick wert.

 

https://alex-strasser.de/mogueran-eine-reise-voller-geheimnisse-und-sehnsucht/

 

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